Zu Beginn informierte Rehbaum über die wichtigsten Inhalte der jüngsten Sitzungswoche des Deutschen Bundestages und gab einen Einblick in aktuelle politische Entwicklungen. Im anschließenden Dialog nutzten die Vertreter der Bau-Innung die Gelegenheit, ihre Perspektiven und Anliegen aus der Praxis einzubringen. Dabei war die Mobilität im ländlichen Raum ein zentrales Thema. Die Innungsmitglieder sprachen sich dafür aus, den sogenannten Streckenführerschein stärker zu fördern und dessen Potenzial besser auszuschöpfen, um jungen Menschen unter 18 den Weg zur Ausbildungsstelle und Berufsschule zu erleichtern. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit betont, die Kosten für den Erwerb eines Führerscheins zu senken, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Wohnungsbau in Deutschland. Die Vertreter der Bau-Innung machten deutlich, dass der dringend benötigte Wohnraum nur durch beschleunigte Bauprozesse geschaffen werden könne. In diesem Zusammenhang wurde auch die Digitalisierung von Baugenehmigungsverfahren thematisiert. Obwohl die Fortschritte grundsätzlich begrüßt wurden, sehen die Unternehmer weiterhin erheblichen Verbesserungsbedarf: Verfahren müssten in der Praxis einfacher, schneller und möglichst bundesweit einheitlich gestaltet werden.
Darüber hinaus wurden die steigenden Lohnnebenkosten intensiv diskutiert. Die Bau-Innung plädierte für eine Entlastung der Betriebe durch eine Reduzierung der Arbeitgeberanteile bei den Sozialabgaben. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen langfristig zu sichern. Henning Rehbaum bedankte sich für das offene Gespräch und hob die große Bedeutung des Bauhandwerks für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hervor. Er sagte zu, die vorgetragenen Anregungen und Anliegen in seine politische Arbeit einzubeziehen. Der Austausch verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Politik und Handwerk ist, um praxisnahe Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Branche zu entwickeln.